Die Sache mit der Internationalität oder …

Veröffentlicht in Allgemein von ebmoli Mittwoch Februar 13, 2008

… die kleinen Probleme eines Webmasters im Ausland

Dieser Beitrag hätte schon vor vielen Monaten geschrieben werden sollen; nachdem sie heute wieder mehrfach aufgetreten sind, will ich nun von ihnen berichten: Die kleinen Probleme eines Webmasters im Ausland.

Verglichen mit den üblichen Problemen wie Abmahnungen, Anzeigen und all den bösen Dingen von denen man in anderen Blogs genug lesen kann, sind sie vermutlich lächerlich klein, hat man mit ihnen zu tun, stören sie den alltäglichen Arbeitsablauf jedoch trotzdem.

Während die im tschechischen Pilsen ansässige Intermax AG scheinbar davon ausgeht, dass es keine tschechischen Konsumenten sondern lediglich Anbieter gibt und der Surfer mit tschechischer IP auf vielen ihrer Angebote auf das B2B-Portal weitergeleitet wird, sodass man sich als Webmaster leider ohne technische Krücken kein eigenes Bild des Angebots machen kann, weiß man bei Paul Markhams Content Shop, dass es manchmal besser ist, an seinen B2B-Produkten interessierte Tschechen, einfach auf die Googlesuche weiterzuleiten.
In beiden Fällen bin ich überzeugt, dass die Betreiber wissen, was sie tun und diese Massnahmen nicht unüberlegt einsetzen; ausserdem kann man seine IP für Markhams Contentshop problemlos nach kurzer Anfrage freischalten lassen. Lediglich im Falle Intermax ist die Situation für mich etwas ärgerlich, berichtete mir ein Kollege doch neulich, dass Erotikdating.com gut konvertieren würde und ich das Programm doch mal bewerben solle. Würde ich an sich auch machen, nur schicke ich ungern User auf Seiten, die ich selber nicht sehen kann.

Das nächste Problem macht sich höchstwahrscheinlich keiner bewusst, der nicht mit den Eigenheiten anderer Sprachräume und den verschiedenen Prinzipien der Häusernummerierung konfrontiert ist. Es fiel mir dieses Mal auf, als ich wie schon im letzten Jahr, eine Karte für das AWM24-Meeting in Suderbruch bestellte.

In Tschechien, Polen, Teilen Österreichs und sonstwo hat man als Hausnummer nicht immer die in Deutschland bekannte Orientierungsnummer, sondern Konskriptionsnummern oder, etwas übersichtlicher, eine Mischung aus beidem getrennt durch einen Schrägstrich. Zusätzlich enthält das tschechische Alphabet Buchstaben, die es in anderen Sprachen nicht gibt (z.B. ř und ů). Diese sind aber nicht zu vergleichen mit den deutschen Umlauten, das heisst, man kann ein “ř” nicht einfach durch ein “r” ersetzen oder durch das Anfügen eines weiteren Buchstaben erzeugen.

Wohnt man nun beispielsweise in der Vídeňská 12/380, hat man bei vielen Anmeldeformularen von Partnerprogrammen, Billern und sonstigen ein Problem. Im Falle von Matthias Kochs Anmeldeformular wurde mir sogar unterstellt, meine Angaben wären nicht korrekt. :-)

Mit der gleichen Argumentation trat vor einem Monat auch Vicash an mich heran, hier ging man sogar noch einen Schritt weiter und meinte festgestellt zu haben, dass die Länderkürzel von BIC und IBAN meines tschechischen Kontos nicht zusammenpassen und deswegen gar nicht funktionieren können. Für einen Monat schaffte das Umstellen meines Accounts auf ein spanisches Konto Abhilfe … bis heute auch hier der Globalisierungsgegner innerhalb der Software zuschlug. ;-)
Da Vicash ein kompetenter und sympathischer Biller ist, wurde natürlich auch dieses Problem innerhalb kurzer Zeit gelöst.

Seit einigen Jahren erfreuen sich tschechische Who-is-Daten bei Adultwebmastern wachsender Beliebtheit, für manch einen allerdings sind sie sicherlich zum roten Tuch geworden. Nein, ich rede nicht von Anwaltskanzleien oder Behörden, sondern von Partnerprogrammen:

Sorry, we weren’t able to approve your account due to one or more of the following reason(s):
banned country

After reading our terms at http://www.topbucks.com/terms.html
if you still think you’re qualify, contact us at http://www.topbucks.com/faq.html

Kind regards,
TopBucks staff

Natürlich mache ich mir in diesem Punkt nichts vor, wer in so einem Land wohnt, der kann sich nicht als Webmaster qualifizieren …

AWM24-Meeting Hannover 2007

Veröffentlicht in Onlineerotik von ebmoli Donnerstag August 23, 2007

Nachdem das AWM24-Meeting von Verantstalter Matthias Koch letztes Jahr eine geglückte Premiere hatte, ging es dieses Jahr am 11. August in die zweite Runde. In rustikaler, entspannter Atmosphäre trafen sich etwa 150 Teilnehmer zum knüpfen neuer und auffrischen alter Kontakte. Zwischen den üblichen Verdächtigen und alten Hasen fanden sich einige Neueinsteiger in die Erotikbranche, offline- sowie online.

Der Verzicht auf Namensschilder trug zwar seinen Teil zur ungezwungenen Stimmung bei, machte aber die Kontaktaufnahme mit den Kollegen nicht einfacher und wurde scheinbar von einigen moniert, an diesem Punkt soll bis zum nächsten Jahr gearbeitet werden. Mitglieder des AWM Fightclub, einem geschlossenen Branchenforum, hatten rechtzeitig vorgesorgt und sich T-Shirts mit ihren Nicknamen anfertigen lassen.

Die sommerlichen Temperaturen verleiteten einen Grossteil der Gäste, reichen Gebrauch von der von Partnercash gesponserten Cocktailbar und dem frischgezapften Bier zu machen. Gefeiert wurde Augenzeugenberichten zufolge bis in die frühen Morgenstunden. Weitere Fotos vom Meeting findet man bei Matthias Koch und bei 777partner.

Nachdem ich einige Jahre nicht an offiziellen Branchentreffen und -messen teilgenommen habe, war dieses Treffen eine überraschend angenehme Erfahrung. Das muss wohl auch der allgemeine Tenor sein, denn der Veranstalter hat schon bekannt gegeben, dass es auch nächstes Jahr ein AWM24-Meeting in Suderbruch geben wird.

Permanent Linkbait?

Veröffentlicht in Allgemein von ebmoli Samstag August 18, 2007

Der US-amerikanische Blogger Joe Tamargo alias Sundaybrew hat sich zum Launch seines gerade mal 2 Wochen alten Blogs eine neue und scheinbar sehr wirksame Methode zum Linkbait ausgedacht: Er liess sich die Logos und URLs seiner Lieblingswebseiten Shoemoney.com, Digitalpoint.com und grownupgeek.com auf den Unterarm tätowieren. Zuvor hatte er sich bereits die URL seiner eigenen Seite savemartha.com tätowieren lassen und über diese Tatsache publikumswirksam in der Conan O’ Brien Show berichtet.

GrownupGeek-Tattoo

Die ersten Reaktionen schwanken zwischen Ablehung und Belustigung, nur wenige können dieser Marketingaktion wirklich etwas abgewinnen.

Bleibt zu hoffen, dass der positive Nutzen des Linkbaits und der Publicity für Joe Tamargo subjektiv gross genug ist und er auch in 20 Jahren noch mit seiner Entscheidung leben kann.

Eine lohnende Investition - der neue DualCore DualXeon Server

Veröffentlicht in Technik von ebmoli Freitag Juli 27, 2007

Vermutlich kennt jeder Erotikwebmaster das Problem, einen zuverlässigen Hoster mit guter Technik zu finden, der das Hosten von Erotik erlaubt und eine einigermassen flotte Anbindung hat - so auch ich.

Bislang hatte ich den Hauptserver bei EV1 beziehungsweise The Planet stehen. Der Service übersteigt europäische Verhältnisse bei weitem, man hat kompetenten, rasend schnellen Support und keine Ausfälle. Menschliches Versagen und andere Katastrophen, an die man sich ausserhalb dieses Hosting-Paradieses gewöhnen sollte, sind bei den “Cowboys” unbekannt. Bleibt ein - umso schwerwiegenderer - Wermutstropfen: Meine Besucher kommen zum grössten Teil aus Europa und die Pingzeiten in die USA über die transatlantischen Kabel sind wirklich, wirklich lang und die Bandbreite leidet unter der Entfernung.

Ausserdem leistete der alte Server schon seit 3 Jahren ununterbrochen seinen Dienst und war technisch absolut nicht auf dem Stand der Dinge, was dazu führte, dass er permanent überlastet war. Er hat sich seine Ruhe also redlich verdient.

Über kurz oder lang musste also ein neuer Server bei einem neuen Hoster mit Standort Europa her. Nachdem die derzeitige allgemeine Empfehlung der Branche sich ins Abseits manövriert hat, indem sie mich 3 Monate auf einen dedizierten Server mit Standort Amsterdam warten liess, fand ich durch die Empfehlung eines recht bekannten Dienstleisters der Branche einen Hoster, der scheinbar meinen Ansprüchen besser gerecht wurde. Zwar war auch hier der Weg steinig, aber was nimmt man als Kunde nicht alles in Kauf, um endlich einen Vertragsabschluss und die Lieferung zu erreichen …

Kommen wir zum Wesentlichen: Der neue Server ist da

Es ist ein DualCore DualXeon mit 2GB RAM an einem 100mbit Netzwerkanschluss - für meine bescheidenen Verhältnisse ein gut ausgerüsteter Server I. Nachdem der alte Rechner über Monate hinweg auf Volllast lief und keinen Raum für weiteres Wachstum der Besucherzahlen liess, war ich gespannt, ob sich mit dem ausweiten der Kapazität des Rechners und schnelleren Antwortzeiten ein merklicher Anstieg der Pageimpressions und vielleicht sogar der Besucherzahlen einstellen würde. Immerhin kenne ich von mir die Ungeduld, die sich einstellt, wenn eine Seite zu lange lädt und die mich schliesslich entnervt selbige schliessen lässt.

Nachdem ich den Umzug nun weitestgehend hinter mich gebracht habe, alle wichtigen Domains umgezogen sind und der Server seit nunmehr 2,5 Wochen im Praxistest ist, muss ich sagen: Ja, es hat sich gelohnt, es ist eine echte Freude, wie schnell die Inhalte ausgeliefert werden, die Besucher verweilen länger, rufen mehr Seiten auf und es ist auch einfach wieder Kapazität für Wachstum da.

Grafisch kann man das ganze so zusammenfassen:

Serverlast der letzten Monate beim USA-Server  Serverstatus beim neuen DualCore DualXeon-Server in Europa

In Kürze wird dann wohl Server II umziehen - dass es sich lohnt ist ja nun bestätigt.

Linktausch mit Erotikwebmastern

Veröffentlicht in Onlineerotik von ebmoli Sonntag Juli 15, 2007

Immer wieder stelle ich fest, dass die Gattung “Erotikwebmaster” sehr speziell ist. Bezüglich Linktausch äussert sich das in der letzten Zeit vermehrt so:

Ich bekomme jede Menge Linktauschanfragen, die wohl zu einem grossen Teil auch individuell formuliert werden. 50% der Linktauschangebote sind von Haus aus lächerlich. Ein Beispiel: Im Tausch gegen einen sidewide Link auf einer gut besuchten Seite mit 20 ausgehenden Links wird einfach mal ein Backlink angeboten, der sich seinen unübersichtlichen Platz mit 150 anderen auf einer Unterseite namens “partnerlinks_233.html” teilen muss, echte Besucher hat diese Seite vermutlich noch nie gesehen und auch Suchmaschinen sparen Bandbreite, indem sie diesen Schrott ignorieren. Das ist weder Linktausch noch kann man hier von Partnerlinks reden, sowas fällt in meinen Augen unter Beleidigung.

Eine weitere Spezies schreibt sich mit Linktauschanfragen die Finger blutig, indem sie jede Kontaktemail auf Erotikseiten und jedes Mitglied eines Adultwebmasterforums völlig ungezielt anschreibt. Redundanz wird dabei gross geschrieben.
Macht man sich nun die Mühe und antwortet auf diese Massenabfertigung Anfragen, verläuft sich der angestrebte Linktausch meist im Sande und ich frage mich, wer eigentlich der Bittsteller ist. Klar, wenn die Jungs 100 Webmaster an einem Tag anschreiben und dann sogar der ein oder andere antwortet, artet das setzen von Links natürlich in Arbeit aus …und davon hält man im Normalfall ja nicht soviel.

Die dritte Sorte Linkgauner kennen wir alle: Die heimlich-still-und-leise-Seitenumstrukturierer. Diese Art Erotikwebmaster macht einen, zunächst reellen, Linktausch mit einem, bringt Besucher und gute Linkpower in den Tausch ein um dann plötzlich einen “Datenbankcrash” oder Serververlust in Tateinheit mit Backupschwund zu erleiden, aufgrund dessen die gesamte Seite natürlich neu strukturiert werden muss. Dabei verzichtet man dann zur Gänze auf die lästigen Backlinks, den ehemaligen Partner informiert man natürlich auch nicht, soll der Dussel doch weiter Traffic schicken, selber Schuld wenn man seine Tradepartner nicht überwacht.


UPDATE: Heute habe ich mir bei einer Seite mal wieder die Mühe gemacht und Backlinks kontrolliert. Die bittere Bilanz lautet, dass 5 von 20 Partnern den Backlink ohne Hinweis entfernt haben - das ist ¼!

Übersetzungen für Erotiktexte

Veröffentlicht in Ressourcen von ebmoli Freitag Juli 13, 2007

Seit längerer Zeit schon plante ich, ein Konzept, welches sich auf dem deutschsprachigen Markt recht zufriedenstellend etabliert hat, auf weitere Sprachräume auszuweiten.
Die Übersetzungen dafür, das war schnell klar, sollten Muttersprachler anfertigen, die sich bestenfalls auch mit dem Thema “Erotik im Internet” anfreunden können. Nachdem ich gedanklichen Abstand von der Idee genommen hatte, zweisprachig aufgewachsene Bekannte mit dem Job zu beauftragen, fiel die Entscheidung zwischen einem professionellen Übersetzungsbüro und selbst angeheuerten Freelancern.
Die Variante mit den Freelancern wäre unter Umständen geringfügig günstiger geworden, allerdings hätte die Koordination der Zusammenarbeit mit sieben verschiedenen Leuten und die Kommunikation auch seine Zeit in Anspruch genommen. Und Zeit ist bekanntlich auch Geld. Ferner bin ich davon überzeugt, dass die Qualität der Arbeiten bei einem professionellen Übersetzungsbüro eher gewährleistet ist - gerade im Hinblick auf Texte, die nicht nur erotischer sondern auch technischer Natur sind.

Mitte Mai entdeckte ich im Pornhulk Werbung für TranslationsXXX.com, das Angebot las sich gut und die Referenzen sprachen für sich - also forderte ich ich ein Angebot für die Übersetzung von Texten im Umfang von zunächst 1400 Wörtern in 7 Sprachen an. Direkt am nächsten Tag kam die sehr freundliche und kompetente Antwort, in der die Zahlungsmodalitäten, die Deadline und die Frage geklärt wurden, ob die Übersetzer Muttersprachler sind.
Übersetzungen im genannten Umfang würden im Normalfall innert einer Woche angefertigt, bezahlen müsste der Kunde nach Fertigstellung via Paypal, Epassporte, Moneybookers, Scheck oder Überweisung und ja, alle Übersetzer wären Muttersprachler, die sich ausserdem im erotischen Internet auskennen würden.

Der positive erste Eindruck bestätigte sich immer mehr und den Preis von etwa $1600 fand ich angemessen, zumal ich mehr Wert auf Qualität als auf eine (letztlich) teuer erkaufte Ersparnis lege, also erteilte ich am 13. Juni per Fax den Auftrag.
Laut Vertrag sollten die Übersetzungen für englisch, italienisch, französisch, spanisch und holländisch am 20. Juni fertig sein, schwedisch und norwegisch am 3. Juli.
Da ich unter keinem Termindruck stand, habe ich auch keine Zeitvorgabe für die Fertigstellung gemacht. Ich legte lediglich Wert auf verlässliche Informationen über die Deadline.

Schon am 18. Juni waren die ersten drei Übersetzungen fertig und obwohl meine Projektmanagerin zwischenzeitlich darauf aufmerksam machte, dass es zu einer leichten Verspätung bei der Abgabe der norwegischen Übersetzung kommen könnte, erwarteten mich am 25. Juni die restlichen Übersetzungen in meinem Postfach.

Laut Vertrag habe ich 12 Tage Zeit, die Qualität der Übersetzungen zu prüfen, innert dieser Frist würde kostenlos nachgebessert werden. Ich vertraue in diesem Punkt auf mein Gefühl, welches mir sagt, dass die Übersetzungen wohl hoffentlich die gleiche hohe Qualität haben werden wie der gesamte Ablauf und überlasse die Qualitätskontrolle den Usern im Praxistest.

Abschliessend kann ich sagen, dass TranslationsXXX.com bis jetzt die perfekte Wahl war. Es war eine absolut unkomplizierte, schnelle und freundliche Abwicklung, wie ich sie in der letzten Zeit gerade im Onlinebusiness selten erlebt habe. Ich kann diese Firma jedem empfehlen, der Übersetzungen braucht und werde selber auch gerne auf den Service zurückkommen.

©ebmoli